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Felskletterer |
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| Die Aufgabe stellt solche
Anforderungen und ist so reich in ihrer Komplexität und Anziehungskraft… Man taucht
gewissermassen ein in das, was um einen herum vorgeht, in den Felsen, in die
entsprechenden Bewegungen… in die Suche nach einem Halt für die Hand… und nach
der richtigen Position des Körpers… |
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Das absorbiert einen so stark, dass man das
Bewusstsein der eigenen Identität verlieren und eins mit dem Felsen werden
könnte… [1, p.70] Es ist ein gute Gefühl totalen Einbezogen seins. Du wirst so
etwas wie ein Roboter… nein, eher ein Tier, das sich in der Empfindung der
eigenen Bewegung verliert. Ein Panther, der die Felswand kraftvoll nimmt.[1, p.79] |
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Dennis Eberl, ebenfalls Felskletterer |
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spricht von
„seltenen Augenblicken eines nahezu orgiastischen Eins seins, in denen ich mich
selbst vergesse und mich in meinem Tun verliere“.
Wenn man einen Sechstonner zum ersten Mal ins Dock segelt, so dass er mit einem Abstand von einem Fuss am Poller haltmacht.[6] |
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Ein Rennfahrer der Spitzenklasse |
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| Es wirkt nicht so, als ob du auf einem
Rad sässest. Du hast eher das Gefühl, dass da eine einzige Maschine am Werk
ist, dass du ein Teil dieser Maschine und schon zusammen mit ihr geboren bist.[7] |
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Ein prominenter Basketballspieler |
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Ich finde mich in
Augenblicken wieder, in denen
ich grossartig auf ein Spiel konzentriert bin, in denen nichts anderes mehr
existiert – nichts existiert ausser dem Mitmachen und dem Schwingen des Balls.
Es muss ein anderer Spieler anwesend sein, damit das Spiel überhaupt gespielt
werden kann, aber er kümmert mich nicht. An diesem Punkt stehe ich nicht im
Wettstreit mit ihm. Ich versuche den Ball perfekt zu platzieren, und das hat
nichts mit dem Gewinnen oder Verlieren zu tun. [1, p.70] |
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Donovan Bailey, Weltrekord im Fünfzigmeterlauf und Olympiasieger im Hundertmeterlauf |
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| Ihm erscheinen die 9.8 Sekunden, die er für die Strecke braucht,
wie eine Ewigkeit.[7] |
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Putzkräfte |
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..die ihre
Arbeit im Krankenhaus als Berufung ansehen, weil sie den Krankenhausalltag der
Patienten aufhelle, zu ihrem Wohlbefinden beitrage und deshalb von grosser
Bedeutung für ihre Genesung sei. Dagegen beschreiben Reinigungskräfte, die den
gleichen Dienst im Krankenhaus als Job ansehen, ihre Tätigkeit mit den Worten,
dass sie eben „die Krankenzimmer
putzen“.
flowrelevant![8] |
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Ein Physikprofessor |
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..der leidenschaftlich gern bergsteigen geht,
beschrieb seinen Geisteszustand beim Klettern: „Es ist, wie wenn meine
Erinnerung abgeschnitten wäre. Ich habe nur Dinge im Gedächtnis, welche die
jeweils letzten dreissig Sekunden betreffen, und das Vorausdenken betrifft
jeweils nur die nächsten fünf Minuten.“. Jede Aktivität, auf die man sich
derart konzentrieren muss, hat übrigens eine ähnlich kurze Zeitperspektive. [9, p.64] |
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Ein Bergsteiger |
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..lässt sich über das gleiche Thema aus: „Wenn man
klettert, sind einem andere problematische Lebenssituationen nicht bewusst. Es
entsteht eine eigene Welt, die nur für sich selbst Bedeutung hat. Es ist eine
Angelegenheit der Konzentration. Ist man erst einmal in der Situation drin,
wird die Sache unglaublich real und zu einer grossen persönlichen Aufgabe. Sie
wird für einen zu ganzen Welt.“[9, p.111] |
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Tänzerin |
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„Ich erlebe hier einen Gefühlszustand, den ich
nirgendwo sonst kennengelernt habe… ich habe mehr Selbstvertrauen als zu jeder
anderen Zeit. Möglicherweise ist es ein Versuch, meine Probleme zu vergessen.
Tanz ist wie Therapie. Wenn mir etwas Sorgen macht, lasse ich es draussen, wenn
ich ins Tanzstudio gehe.“[9, p.65] |
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Edwin Moses |
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.. der bekannte Hürdenläufer, beschreibt die
Konzentration bei einem Rennen so: „Der Kopf muss absolut klar sein. Die
Tatsachen, dass man mit einem Gegner fertig werden muss, mit der
Zeitverschiebung nach dem Flug, anderem Essen, dem Schlafen in Hotels und
persönlichen Problemen; dies ales muss aus dem Bewusstsein ausgelöscht werden –
als existierte es nicht mehr.“[10, p.6]
Moses sprach auch darüber, was nötig ist, um Weltklasserennen zu gewinnen, aber
er hätte auch die Art von Konzentration beschreiben können, die man erreicht,
wenn man an irgendeiner anderen Sache Freude hat. |
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Die Konzentration des Flow-Erlebnisses
– verbunden mit deutlichen Zielen und unmittelbarer Rückmeldung schafft Ordnung
im Bewusstsein und leitet den erfreulichen Zustand psychischer Negentropie ein. |
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Admiral
Byrd |
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| ..der einmal vier kalte, dunkle Monate allein in einer winzigen Hütte nahe
dem Südpol verbrachte, oder Charles Lindbergh, der sich auf seinem
transatlantikflug allein den feindlichen Elementen stellte, bedienten sich der
gleichen Methode [sich beschäftigen, Geschichten ausdenken, Aufgaben stellen,
kein Kampf, Hingabe / Erforschung der Situation], um ihre persönliche
Integrität zu wahren.[9] |
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Aufkleber in Pissoirs |
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Wer von den Männern kennt sie nicht? - die
Aufkleber in Pissoirs, die uns helfen, die Zielgenauigkeit zu erhöhen. Doch warum funktioniert das?
Eine langweilige Tätigkeit, die uns normalerweise unterfordert wird durch die
Steigerung der Herausforderung interessant… flowrelevant! |
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Zwei Segler, die Pardeys |
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- Sie beschreiben Ihre Flowerlebnisse so:
Wenn man das erste Mal einen Luken Deckel baut, der keinen Tropfen Wasser
durchlässt.
Wenn man das erste Mal etwas zufriedenstellend repariert.
Wenn man einen Sechstonner zum ersten Mal ins Dock segelt, so dass er mit einem Abstand von einem Fuss am Poller Haltmacht.[1, p.67]
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Jim Macbeth |
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| der eine Untersuchung über Flow bei
Ozeanüberquerungen machte, berichtet von der Erregung des Seglers, der, nachdem
er tagelang die leeren Wasserflächen betrachtet hat, plötzlich den Umriss einer
Insel am Horizont ausmacht, die er angepeilt hat. Einer der bekannteren Segler
beschreibt dieses Gefühl so: |
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„Ich erlebte ein Gefühl von Befriedigung,
verbunden mit Staunen, dass meine Beobachtungen der fernen Sonnen von einer
unsicheren Plattform aus, sowie die Benutzung einfacher Tabellen, mich befähigt
hatten, eine kleine Insel nach einer Ozeanüberquerung sicher zu finden.“
Ein anderer meinte: „Jedes Mal empfinde ich die gleiche Mischung aus Staunen,
Liebe und Stolz, wenn diese neue Land geboren wird, das scheinbar nur für mich
und durch mich erschaffen worden ist.“
[13, p.249f] |
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